Selbstcheck Gemeinden

Willkommen beim Selbstcheck zu den Bausteinen einer kommunalen Politik der frühen Kindheit

Gesundheitsförderung und Prävention in den ersten Lebensjahren wirken sich positiv auf den weiteren Lebensverlauf aus und verringern Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen. Gemeinden können einen wertvollen Beitrag in einen gelingenden Start ins Kinderleben leisten und förderliche Rahmenbedingungen für kleine Kinder mit ihren Familien gestalten.

Wo steht Ihre Gemeinde in der frühen Förderung? Finden Sie es heraus mit dem Selbstcheck: Die Auswertung am Schluss gibt Ihnen einen Überblick zur aktuellen Situation in Ihrer Gemeinde und hilft Ihnen, mögliche weitere Schritte abzuleiten.

Für den Selbstcheck stellen wir Ihnen Fragen bzw. machen Aussagen zu sechs verschiedenen Themen (Bausteinen): politische Strategie, Angebote, Zugang, Vernetzung, Qualität und Ressourcen.

Sie müssen nicht zu allen Themen Stellung nehmen, sondern können ein oder mehrere Themen überspringen. Pro Thema müssen Sie jedoch alle Fragen beantworten.

Am Schluss erhalten Sie eine Auswertung der Resultate angezeigt und per E-Mail zugeschickt.

Danke, dass Sie sich 20 bis 30 Minuten Zeit nehmen, um den Selbstcheck auszufüllen.

Los geht's!

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Baustein I

Politische Strategie

max. 4 Punkte · 4 Fragen

Idealerweise wird eine kommunale Strategie für die frühe Kindheit Departement übergreifend entwickelt und bezieht sich auf die nationale und kantonale Stossrichtung.

Es ist erwiesen, dass sich gezielte Investitionen in die frühe Kindheit lohnen. Die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für Kinder und ihre Familien ab der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt ist auch Armutsprävention.

Die Gemeinde ist in verschiedenen Bereichen gefordert betreffend Familien mit kleinen Kindern.
In unserer Gemeinde besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Departementen Soziales, Gesundheit und Bildung, auf strategischer und operativer Ebene.
Das Thema Politik der frühen Kindheit kann mit den aktuellen Legislaturzielen verknüpft werden.
Die Bedeutung der frühen Förderung wird im Gemeinderat als gross eingestuft.
Baustein II

Angebote

max. 9 Punkte · 9 Fragen

In Schweizer Gemeinden bestehen in der Regel viele Angebote für Kinder und ihre Familien. Es lohnt sich zu überprüfen, ob es Lücken gibt und ob die Angebote den Bedürfnissen der Familie dienen, auch den sozioökonomisch benachteiligten. Die fünf Kategorien von Angeboten haben wir dem Dokument «Orientierungshilfe für kleinere und mittlere Gemeinden» entnommen.

Es gibt in unserer Gemeinde / Region genügend Angebote der familienergänzenden Betreuung.
Angebote um Familien zu Hause zu unterstützen entsprechen dem Bedarf (Integration, belastete Familiensituationen, Chancengerechtigkeit).
Alle Kinder können genügend Deutsch beim Kindergarteneintritt.
Es besteht ein Angebot für Mütter und Väter mit Migrationshintergrund Deutsch zu lernen.
Der Zugang zu gesundheitlicher Versorgung ist für alle gewährleisten (Schwangerschaft, Geburt, Nachsorge, Pädiatrie, psychische Gesundheit Eltern/Mütter).
Es gibt in den Quartieren Begegnungsorte, wo sich Eltern und Kinder spontan treffen können.
Kinder haben die Möglichkeit sich draussen frei zu bewegen.
Alle Familien erhalten den Elternbrief der Pro Juventute (auch in Fremdsprachen).
Eltern kleiner Kinder steht ein qualitativ gutes und niederschwelliges Bildungsangebot zur Verfügung.
Baustein III

Zugang

max. 5 Punkte · 5 Fragen

Um Angebote für alle nutzbar zu machen, ist es wichtig, dass möglichst alle Familie Kenntnis davon haben, dass sie finanzierbar sind und Zugangsbarrieren abgebaut werden, wie beispielsweise kulturelle Hürden oder erschwerte Verständigung.

Davon profitieren alle Kinder und in besonderem Mass Kinder aus Familien in belasteten Situationen. Für die Förderung von Bildungschancen lohnt es sich, Ressourcen aufzuwenden, um alle Familien mit den geeigneten Angeboten zu erreichen.

Familien mit besonderem Bedarf (Migrationshintergrund, Einelternfamilien, armutsbetroffene Familien etc.) sind der Gemeinde bekannt.
Wichtige Informationen sind adressatengerecht aufbereitet (auf der Webseite der Gemeinde, in der Neuzuzügermappe, Elternbriefen etc.).
Der Sozialdienst macht Familien mit besonderem Bedarf auf die Angebote aufmerksam.
Familien mit besonderem Bedarf steht eine Ansprechperson zur Verfügung, die sie begleitet und unterstützt
Familien mit dem besonderem Bedarf nutzen die Angebote.
Baustein IV

Vernetzung

max. 5 Punkte · 5 Fragen

Mit der Vernetzung der verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der frühen Kindheit, wie auch zu Kindergarten und Schule, wird beabsichtigt, eine Präventionskette zu bilden: So können Familien niederschwellig auf gesuchte Angebote hingewiesen, Übergänge können gemeinsam geplant und mit gemeinsamen Weiterbildung kann die Qualität gefestigt werden. Vernetzung wirkt sich insbesondere in der Früherkennung und Frühintervention von Entwicklungsrisiken und Kindeswohlgefährdung nachhaltig aus.

Die Akteure/Angebote der frühen Kindheit in meiner Gemeinde/Region sind mir bekannt.
Es bestehen Förderketten, in der Familien/Kinder von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt begleitet werden können.
Übergänge werden sorgfältig geplant und begleitet, z.B. von der Spielgruppe in den Kindergarten.
Die verschiedenen Anbieter treffen sich regelmässig und tauschen sich aus.
Die Gemeinde nimmt dabei die Aufgabe als Netzwerkmanagerin wahr.
Baustein V

Qualität

max. 5 Punkte · 5 Fragen

Nicht jedes Angebot fördert die gesunde Entwicklung von kleinen Kindern. In der Betreuung und den Unterstützungsangeboten für junge Familien macht die Qualität den entscheidenden Unterschied. In den letzten Jahren wurde dazu viel geforscht und Qualitätsstandards wurden entwickelt.

Das Angebot im Frühbereich entspricht dem Bedarf der Familien.
Das Angebot deckt die Nachfrage.
Die Betreuungsqualität in Spielgruppen, Tagesfamilien und Kitas wird regelmässig überprüft.
In der Gemeinde / Region findet organisationsübergreifender Fachaustausch oder Weiterbildungen statt.
Es bestehen Leistungsverträge mit verschiedenen Anbietern.
Baustein VI

Ressourcen

max. 6 Punkte · 6 Fragen

Für die Erarbeitung einer kommunalen Strategie und eines Konzepts für die frühe Kindheit benötigt es für die Projektleitung Personalressourcen. In der Planungsphase hat sich herausgestellt, dass der Einbezug der Bevölkerung und von Akteurinnen und Akteuren sehr gewinnbringend ist. Das braucht entsprechende Koordination. Für die Projektphase und die Überführung in Regelangebote, sind finanzielle Mittel oder das Zur-Verfügung-Stellen von Infrastruktur wesentlich.

Die Schaffung einer Koordinationsstelle für die frühe Förderung in der Gemeinde über die Implementierungsphase hinaus, hat sich für die Nachhaltigkeit in der Praxis als sinnvoll erwiesen.

Die Gemeinde verfügt über eine gute Infrastruktur, die in der Frühen Förderung genutzt werden kann.
Die Gemeinde stellt Räumlichkeiten für Angebote zur Verfügung, z.B. für Spielgruppe, MuKi-Turnen, Elterncafé…
Es bestehen Möglichkeiten, einfach finanzielle Mittel zu generieren, um Massnahmen in Frühbereich umzusetzen.
Alle Familien können sich einen Spielgruppenplatz leisten. Andernfalls werden sie von der Gemeinde unterstützt.
Die operative Zuständigkeit für die frühe Förderung in der Gemeinde ist geregelt (z.B. Koordinationsstelle).
Familien und Anbietende werden bei der Gestaltung neuer Angebote miteinbezogen.

Abschluss

Kontakt

Nach dem Absenden wird Ihnen die Auswertung direkt angezeigt — und, falls gewünscht, per E-Mail zugestellt.